Blogmas Tag 20

Blogmas Tag 20: Der kleine Jonas im „Wiehnachtsdorf“

Kastanienbraune Haare, glänzend grüne Augen, rote Bäckchen und eine Zahnlücke. Jonas sitzt aufgeregt auf der Bank „Hör uuf mit dine Füess zapple Jonas“, bittet ihn seine Mutter Doris. Sie zieht im die schweren Schuhe an, bindet die Schnürsenkel und versteckt diese in der Schuhzunge. Jonas schlägt die Kufen aneinander, klick klack.

Mit dem Tram 11 vom Zürcher Hauptbahnhof sind Jonas, seine Mutter Doris und sein Vater Leo zum „Wiehnachtsdorf“ am Bellevue gefahren. „Chömmet schnell“, sagte Jonas und zog seine Eltern an den Händen aus dem Tram. Auf dem Sechseläutenplatz leuchteten die Lichterketten an den Marktständen, die Schmuck, Geschirr, Spielzeuge und vieles mehr verkauften. Der Weihnachtsmarkt sah aus wie ein kleines Dorf mit Essensständen, Fondue-Chalets, Eseln und Schafen. Jonas zog seine Eltern durch das „Wiehnachtsdorf“ am Nussknackerhäuschen und an Ständen vorbei die nach Raclette, Kaiserschmarrn und Gewürze dufteten. „Mami, Papi, chömet schneller“. „Wieso züchsch denn du so?, fragt Leo.

Plötzlich blieb Jonas stehen: „Loget emol d Iiesbahn. Dörfi gu fahre, bitte bitte bitte?“ „Letschti Johr bisch paar mol umkheit“, sagte sein Vater. „Zersch gömmer gu Fondue esse und nochane luegemer.“, sagte seine Mutter. Jonas erwiderte: „Ich wött aber jetzt goh“. Die Eltern schauten sich eine Weile gegenseitig an und sagten: „Usnahmswiis weil Wiähnachte isch“.

Nun sitzt Jonas aufgeregt auf der Bank und schlägt seine Kufen zusammen, die klick klack machen. Leo nimmt seinen Sohn am Arm und hilft ihm aufs Eis. Jonas ist wacklig auf den Beinen. Er macht den ersten Schritt aufs Eis und fällt prompt auf seinen Po. Leo hilft ihm auf: „Ganz langsam“. Jonas Körper ist angespannt, er setzt eine Kufe nach der anderen auf und Schwupps liegt er wieder am Boden. Sein Vater eilt ihm zu Hilfe. „Nei Papi loh mi, i cha da allei“. Er streift den Pony aus dem Gesicht und steht wieder auf. Die anderen Kinder kreuzen seinen Weg und fahren wie wild um ihn herum, doch Jonas lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Das geht eine halbe Stunde so weiter, er fällt und steht wieder auf, bis seine Schlittschuhe auf einmal die Kontrolle übernehmen und über das Eis gleiten, tschhhhh tschhhh. Er dreht Runde um Runde und wird immer schneller, wie ein Sprinter auf zwei Kufen. „Mami, Papi loged emol, i chas!“, ruft Jonas und lacht über beide Ohren. Doris hat Tränen in den Augen und Leo jubelt.

Die Moral von der Geschichte, mit Arbeit, Geduld und Glaube kann man alles schaffen was man will. Wenn man hinfällt, steht man wieder auf. So kann man nie scheitern, sondern feiert nur Erfolge. Und was ich noch sagen möchte, liebe Eltern, begleitet eure Kinder auf deren Lebensweg. Statt ihnen Träume auszureden, unterstützt sie dabei diese zu erfüllen.

 

Informationen zu den Weihnachtsmärkten in Zürich findet ihr HIER.

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