Drei Weieren

Nicht eins, nicht zwei, sondern drei Weieren

Kleine Kristalle fallen vom Himmel. Ich strecke meinen Kopf nach oben. Aus einer grauen Nebelschwade fallen Schneeflocken und berieseln mein Gesicht. Die Schneeflocken tanzen mit dem Wind, bis sie sich zusammen vereinen. Es schneit ununterbrochen. Innert Sekunden ist meine Kapuze weiss. Die Schneeflocken bleiben an meinen Augenwimpern hängen, so dass ich die entgegen kommenden Spaziergänger nur unscharf erkennen kann. Ein Weg führt rund um die drei Weieren. Neben dem Weg türmt sich der Schnee, wie ein Haufen Federn in denen man sich wälzen möchte.

Die Drei Weieren liegen südlich der Stadt St. Gallen, unterhalb des Freudenbergs. Innerhalb des 17. und 20. Jahrhunderts nutzten die Bewohner die Weiher als Wasservorrat und dienten der Feuerwehr als Löschwasser. Heute sind die Drei Weieren ein Naherholungsgebiet. Das Gebiet strahlt Ruhe aus und lässt einem die Zeit vergessen. Im Winter wird auf den eingefrorenen Weihern Schlittschuh gelaufen und im Sommer werden der Mannweiher und der Frauenweiher als öffentliche Bäder genutzt. Der dritte Weiher, der Bubenweiher, ist durch die vielen Wasserpflanzen nicht mehr geeignet zum Baden. Die Namen stammen noch von der früheren Geschlechtertrennung, heute ist noch ein kleiner abgetrennter Bereich, nur für Frauen geblieben. Ansonsten gelten die Weiher als Gemeinschaftsbäder.

Noch ist es zu kalt zum Baden. Das Wasser auf den Weihern ist mit einer dünnen Eisschicht bedeckt. Die Flocken bleiben auf der Oberfläche haften, als hätte jemand weisse Farbe darüber gestrichen. Ich drehe mich mit dem Rücken gegen den Wind und beobachte noch einige Minuten den Tanz der Schneeflocken.

Quellen:
www.myswitzerland.com
www.badi-info.ch

Drei Weieren Noch mehr Fotos findet ihr HIER

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